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Essen und Trinken für Leib, Seele und Gemeinschaft

Dass Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält, ist eine Binsenweisheit und nur die halbe Wahrheit. Es hält auch Gemeinschaften zusammen. Da ist der erste gemeinsame Restaurantbesuch mit anschließendem Händchenhalten auf dem Heimweg. Oder aber die großen Familienessen an Festtagen mit Messer und Gabel, als Kitt für die verwandtschaftlichen Bindungen.

Vom Trinken gilt dies umso mehr. Erfolg wird begossen, auf den Sieg wird angestoßen, wir trinken Brüder- (oder Schwestern-)schaft, gehen mit Kumpels auf ein Bier in die Kneipe, trinken mit den Mädels noch ein Gläschen Prosecco oder klären “die Sache” bei einer Tasse Tee.

Die schönste Erinnerung an die Studienzeit? – Klar doch: Die Nächte, wo wir Rotwein tranken und über Nietzsche diskutierten. Oder war es Heidegger? Oder vielleicht doch Schalke 04? Egal, der Rotwein schmeckte jedenfalls klasse. Übrigens… schon mal Rechtsregulat probiert?

Ohne den Morgenkaffee würde die halbe Republik im morgendlichen Tran stecken bleiben. Ohne den kräftigen Tee der Rest. Womit die beliebtesten Getränke aufgezählt wären. Die Kaffeepausen sind legales doping, um sich den Schwung für die Steigerung des Bruttosozialproduktes zu holen und im Plausch mit den Kollegen Ideen auszutauschen. Die Teestunde am Nachmittag ist gute friesische Tradition und dabei auch Gemeinschaftserlebnis und Einstimmung auf den Rest des Tages.

Nicht einmal die Mediziner haben etwas zu bemängeln, es sei denn, fünf Zuckerstücke versammeln sich in jeder Tasse oder der Herzschlag wird durch eine Überdosis Koffein auf Trommelfeuertempo beschleunigt.

Zuviel ist zuviel, weiß der Kenner und das gilt ebenso für colahaltige Getränke wie für alle süffigen Durstlöscher, in denen sich der Teufel Alkohol versteckt. Wobei zwischen Engelchen, Teufelchen und Annelotte Moser Altensteig nur die Frage der Menge steckt.

Sekt kann herrlich anregend sein, Seide auf der Zunge, der Initialfunke für weltverbessernde Gedanken und einen Partyauftritt vom Feinsten. Passt am nächsten Tag der Kopf aber nicht mehr durch die Tür, dann ist der Sekt schuld. Aber zum Glück gibt es als Hilfsmittel den Kaffee und Mineralwasser…

 0815 Alltag: Kulinarisch
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