Radfahren auf der falschen Seite kann teuer werden

Wer von uns war nicht schon mal auf der falschen Seite mit dem Fahrrad unterwegs. Zwar nicht auf der Straße aber immerhin auf dem Radweg. Aber Radfahren auf der falschen Seite kann auch teuer werden, und das nicht nur, wenn was passiert, andere behindert oder gefährdet werden oder gar ein Unfall geschieht. Radfahren auf der falschen Seite stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die sich Benutzung des Radweges in nicht zugelassener Richtung nennt und kann zwischen 15 und 30 Euro teuer werden.

Einen Punkt in Flensburg gibt es für das Radfahren auf der falschen Seite aber noch nicht, der ist erst ab einem Bußgeld von 40 Euro fällig.

Hin und wieder ist es wirklich lästig, gerade wenn man nur mal kurz die paar Meter da lang muss und dazu 2x die Straßenseite wechseln soll. Wer ist da nicht schon mal auf der falschen Seite geradelt. Das sollte aber nicht so sein und im Fall der Fälle muss dafür der Geldbeutel gezückt werden.

Radweg

Bild: @Dirk Schmidt / PIXELIO

Was mich als Autofahrer aber wesentlich mehr nervt sind Radler, die brav neben dem Radweg auf der Straße fahren. Wunderbar ausgebaute Radwege machen das Radfahren auf der Straße ja auch wirklich interessant. Schließlich kann man nirgendwo sonst die Autofahrer so schön ärgern, indem der Verkehrsfluss durch das eigene Radfahren behindert wird. Warum auch auf dem sicheren Radweg fahren, wenn es auf der Straße so viel lustiger ist?

Wie ich dem Bußgeldkatalog für Radfahrer entnehme, ist aber auch das eine Ordnungswidrigkeit Nichtbenutzung des vorhandenen, beschilderten Radwegs, die ebenfalls mit zwischen 15 und 30 Euro Bußgeld geahndet wird. Wer also meint, dass Radwege für die anderen gebaut wurden und selbst das Radfahren auf der Straße vorzieht, dem kann das auch was kosten.

Der Bußgeldkatalog für Radfahrer ist übrigens ziemlich interessant. Da steht so einiges drin, von dem man nicht dachte, dass auch das eine Ordnungswidrigkeit ist, die ein Bußgeld zur Folge haben kann, wie zum Beispiel freihändig Rad fahren (5 Euro) oder mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung beim Rad fahren telefonieren (25 Euro). Die gerade mal rot gewordene Ampel mit dem Fahrrad missachten kostet ab 45 Euro, war sie länger als eine Sekunde rot, werden ab 100 Euro fällig und das dürfte auch Punkte zur Folge haben.

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